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Nachhaltig investieren

Gesellschaftliche Verantwortung ist Teil des Selbstverständnisses der Erste Asset Management. Deshalb verstehen wir uns nicht nur als verantwortungsvoller Arbeitgeber, sondern legen auch besonderen Wert auf die Nachhaltigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen. Daher haben wir uns als Unternehmen sozial verantwortlichem und umweltverträglichem Verhalten verschrieben. Seit 2001 bieten wir Investmentstrategien an, die ökologischen, sozialen und Governance-(ESG-)Kriterien gerecht werden. Heute verfügen wir mit einem veranlagten Volumen von 4,46 Milliarden Euro über das größte Angebot nachhaltig-ethischer Investments in Österreich (per 31.12.2016). Um sicherzustellen, dass unsere Lösungen den hohen Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden, haben wir uns strenge Richtlinien gesetzt und arbeiten mit einer Reihe renommierter Kooperationspartner zusammen.

Der Montréal Carbon Pledge

Die Erste Asset Management hat sich als erste Fondsgesellschaft Österreichs entschieden das Montréal Carbon Pledge Abkommen zu unterschreiben und hat sich somit verpflichtet den Carbon Footprint ihres Portfolios auf jährlicher Basis zu messen und zu publizieren.

Das Fundament unseres nachhaltigen Investmentansatzes sind die Principles of Responsible Investing (PRI) der Vereinten Nationen. Als Unterzeichner hat sich die Erste Asset Management verpflichtet, folgende Prinzipien in ihrer Anlagepolitik zu berücksichtigen:

  1. Wir werden Ökologie-, Sozial- und Unternehmensführungs-Themen (ESG) in Investment-Analyse- und Entscheidungsfindungsprozesse einbeziehen.
  2. Wir werden aktive Inhaber sein und ESG-Themen in unsere Eigentümerpolitik und -praxis integrieren.
  3. Wir werden auf angemessene Offenlegung von ESG-Themen bei den Unternehmen, in die wir investieren, achten.
  4. Wir werden die Akzeptanz und die Umsetzung der Grundsätze in der Investment-Industrie vorantreiben.
  5. Wir werden zusammenarbeiten, um die Effektivität bei der Umsetzung der Grundsätze zu steigern.
  6. Wir werden über unsere Aktivitäten und Fortschritte bei der Umsetzung der Grundsätze berichten.

Auch bei der Auswahl unserer externen Partner legen wir Wert darauf, dass Sie die Grundsätze der PRI unterzeichnet haben oder diesen so weit wie möglich folgen.

ERSTE RESPONSIBLE RETURN – The ESG Letter on Environmental, Social and Governance Issues

Im ERSTE RESPONSIBLE RETURN - The ESG Letter informieren CIO Gerold Permoser und das Nachhaltigkeits-Team der Erste Asset Management regelmäßig über aktuelle Fragen und Entwicklungen im Bereich Responsible Investments.

Wir haben uns verpflichtet, auf Investments in Unternehmen zu verzichten, die im Bereich „geächtete Waffen“ aktiv sind. Dazu zählen:

  • Biologische und chemische Waffen
  • Streumunition, inklusive möglicher Start-, Abschuss und Wurfsysteme
  • Anti-Personenminen, Minenverlegesysteme sowie sonstige Minensysteme
  • Atomwaffen
  • Uranmunition

Zudem beobachten wir in Zusammenarbeit mit unseren externen Kooperationspartnern die Entwicklung neuer kontroverser Waffentypen, um diese gegebenenfalls in den Kriterienkatalog einzubeziehen. Wir schließen neben Unternehmen auch Staaten aus, gegen die aufgrund des Verstoßes gegen internationale Abkommen über geächteten Waffen Sanktionen durch den UN-Sicherheitsrat verhängt wurden.

Wir haben uns verpflichtet, in all unseren Investmentfonds und Kundenportfolios auf Investitionen in Derivate auf Nahrungsmittel zu verzichten. Für unsere Dachfonds und Multi-Asset-Mandate schließen wir Investitionen in Fremdfonds aus, die auf die Spekulation mit Nahrungsmitteln abzielen.

Die Erste Asset Management hat sich als erste Kapitalanlagegesellschaft in Österreich dazu verpflichtet in allen nachhaltigen Fonds auf Investitionen in den Abbau von Kohle zu verzichten. Alle Bestände wurden per Jahresende 2015 verkauft. Damit setzt die Erste Asset Management einen weiteren Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels.

Als engagierter Investor streben wir im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsprozess einen aktiven Dialog mit den investierten Unternehmen und Staaten an. So zeigen wir Schwachstellen im Bereich ökologischer, sozialer und Governance-Kriterien auf und versuchen anschließend, eine gemeinsame Lösung zur Verbesserung zu finden. Unser Engagement ist nicht nur eine Frage der Verantwortung, sondern trägt auch dazu bei, Risiken zu minimieren und kann so den langfristigen Anlageerfolg unserer Kunden verbessern. Unser Engagement betrifft Unternehmen, in die die Fonds der ERSTE-RESPONSIBLE-Familie veranlagen. In Einzelfällen kontaktieren wir aber auch Unternehmen, in die wir nicht investiert sind – denn schließlich wollen wir Veränderungen auch bei Firmen erreichen, die aufgrund ihrer Mängel im Nachhaltigkeitsbereich für uns nicht investierbar sind. Unternehmen, die sich dauerhaft dem Dialog verweigern, können wir aus unserem Investmentuniversum ausschließen. Bei unserem Engagement setzen wir auf vier Strategien:

  • Thematisches Engagement: In regelmäßigen Abständen greifen wir ESG-relevante Themen auf und berichten öffentlichkeitswirksam darüber. Dadurch stellen wir nicht nur sicher, dass unser Engagement fokussiert bleibt, sondern erhöhen auch die Bereitschaft der Unternehmen, mit uns in den Dialog zu treten. Über unser thematisches Engagement berichten wir regelmäßig in unserem Anlegermagazin ERSTE RESPONSIBLE RETURN - The ESG Letter
  • Österreich-Engagement: Als Marktführer in Österreich fühlen wir uns verpflichtet, uns bei Unternehmen im Inland besonders stark zu engagieren. Hier bringen wir unsere starke Marktposition und Reputation ein.
  • Partnerschaftliches Engagement: Wir bündeln unseren Einfluss gemeinsam mit anderen engagierten Investoren, um Veränderungen zu bewirken. Dabei treten wir in Nachhaltigkeitsnetzwerken wie PRI immer wieder als Engagement-Leader auf.
  • Mittelbares Engagement über externe Partner: Wir arbeiten mit GES (Global Engagement Service) zusammen, einem spezialisierten Partner, der das Kapital aller beteiligten Investoren bündelt, um von Unternehmen als Partner auf Augenhöhe akzeptiert zu werden. GES ist weltweit aktiv und unterstützt die Erste Asset Management insbesondere in Entwicklungsländern.

Einmal jährlich berichten wir gemeinsam mit GES ausführlich über unsere Engagement-Aktivitäten.

Zu unserem Engagement als Investor gehört auch „active ownership“, also die aktive Ausübung unserer Stimmrechte auf den Hauptversammlungen der Unternehmen, in die wir investierten. Um Transparenz und Konsistenz unseres Abstimmungsverhaltens zu gewährleisten, haben wir eine detaillierte Richtlinie erstellt und berichten in unserem Voting-Portal regelmäßig und öffentlich über unser Stimmverhalten.

Nachhaltigkeit heißt, sich seiner Handlungen und der Konsequenzen dieser Handlungen bewusst zu sein und diese so zu gestalten, dass sie möglichst niemandem schaden. Anders ausgedrückt sollten Handlungen und Taten der heutigen Generation nicht die Handlungsmöglichkeiten künftiger Generationen einschränken. Oder mit anderen Worten: Nachhaltiges Handeln bedeutet, sich so zu verhalten wie ein Bauer, der einen Baum bestmöglich pfl egt und seine Früchte erntet, ohne ihn jedoch zu fällen. Auf diese Art kann man nachhaltig mit einer hohen Ernte rechnen, ohne die Lebensgrundlage von morgen zu gefährden.

Bleiben Sie auf dem Laufenden.

Auf dem Blog der Erste AM teilen unsere Experten ihre Überlegungen zu aktuellen Trends und Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit.

Um die hohe Qualität unseres nachhaltigen Investment-Prozesses zu sichern und unsere Marktführerschaft auszubauen, arbeiten wir eng mit einer Reihe von Partnern zusammen, die auf Nachhaltigkeit spezialisiert sind. Wir ergänzen unser internes Research durch eine externe Perspektive, gewinnen Objektivität und erhöhen somit die Wirkung unseres Engagements. Nachhaltigkeit ist für uns ein Prozess, der stetig weiterentwickelt werden muss. Daher sind wir zudem Mitglied in einer Reihe von Foren und Vereinen, die Nachhaltigkeit fördern und erforschen.


Das Erste Responsible Advisory Board unterstützt die Erste Asset Management in allen Belangen rund um den ESG Ansatz und Investment Prozess.

Das Board besteht aus international anerkannten Experten, die ihr Wissen aus ihren jeweiligen Fachbereichen bestmöglich zur Entscheidungsfindung einbringen.

Dr. Anna Durnová, Ph.D.

Vorsitzende, Advisory Board Expertin für Bereich Technik/Medizin

Dr. Durnová ist neben ihrer Forschungstätigkeit an der Universität Wien mit Schwerpunkt Politikwissenschaften und Gesundheitspolitik auch Autorin. Sie ist seit 2012 Hertha Firnberg Stipendiatin und Mitglied der Research Plattform “Life-Science-Governance”.

Günter Benischek

Advisory Board Experte für Bereich Soziales/NGOs

Als Vorstandsmitglied der Zweiten Sparkasse, sowie Leiter des Social Banking der Erste Bank Österreich bringt Hr. Benischek ein breites Wissen und Erfahrung rund um wirtschaftliches und soziales Handeln ein.

Ing. Mag. Klaus Bergsmann

Advisory Board Experte für Bereich Umwelt

Der langjährige und erfolgreiche Banker ist seit 2011 Head of Group Environmental Management der Erste Group Bank AG. Er ist aktives Mitglied der Arbeitsgruppe Geld- und Versicherungswirtschaft in der Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT), die sich mit Möglichkeiten der Ökologisierung im Finanzdienstleistungssektor beschäftigt.

Dr. Klaus Gabriel

Advisory Board Experte für Bereich Religion/Ethik

Seit 2010 Geschäftsführer des Corporate Responsibility Interface Center (CRIC), arbeitet Dr. Gabriel seit über 30 Jahren in der Anlageberatung. Forschungs- und Lehrtätigkeiten an verschiedenen deutschsprachigen Universitäten machen ihn zum Experten im Bereich Wirtschaftsethik.

Univ.-Prof. Dr. Gyöngyi Lóránth

Advisory Board Expertin für Bereich Governance

Expertin auf dem Bereich Governance, sowie Financial und Corporate Strategy. Dr. Loranth hat einen PhD in Volkswirtschaft sowohl von der Universität Brüssel als auch der Universität Barcelona. Sie ist Lektorin und unterrichtet u.a. an den Universitäten Oxford und Cambridge.