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Das Montréal Carbon Pledge Abkommen wurde am 25. September 2014 beim „PRI in Person“-Treffen ins Leben gerufen. Diese Initiative wird von PRI (Principles for Responsible Investment) und UNEP FI (United Nations Environment Programme Finance Initiative) unterstützt. Das Montréal Carbon Pledge versucht höhere Transparenz beim CO2-Fußabdruck von Aktienportfolios zu schaffen und will langfristig auch zu dessen Verringerung beitragen. Die Erste Asset Management hat sich als erste Fondsgesellschaft Österreichs entschieden das Montréal Carbon Pledge zu unterschreiben.

Mit der Unterzeichnung des Abkommens verpflichten sich Investoren den Carbon Footprint ihres Portfolios auf jährlicher Basis zu messen und zu publizieren.

Auf Basis der CO2-Daten unserer Research-Partner MSCI ESG und Bloomberg sowie unseres ESG-Analyseteams liegt die CO2-Intensität der EAM-Aktienpublikumsfonds bei 70,6% des Ausstoßes des MSCI World Index (per 30.10.2015). Die CO2-Intensität als Kennzahl gibt den jährlichen CO2-Ausstoß in Tonnen je eine Million US-Dollar Umsatzerlöse an. In dieser Berechnung finden sich neben unseren traditionellen Regionen- und Länderfonds auch Themen- und Branchenfonds wieder. Der Vergleich mit dem MSCI World ist daher nur ein allgemeiner Richtwert.

Interessant ist der Vergleich mit den nachhaltigen Aktienfonds der Erste Asset Management. Der ERSTE RESPONSIBLE STOCK GLOBAL als Flaggschiff der Nachhaltigkeitsaktienfonds weist auf Basis dieser Berechnungen eine CO2-Belastung von lediglich 40,7% gegenüber dem MSCI World auf. Das unterstreicht die Bedeutung der Titelselektion im Nachhaltigkeitsprozess.

Im Vergleich der Wirtschaftsregionen der entwickelten Länder (Developed Markets) zeigt sich, dass in Nordamerika die CO2-intensivsten börsennotierten Unternehmen zu finden sind. Eindeutig wird dies durch den Vergleich der CO2-Emission der Unternehmen in den Sektoren Versorger oder Energie. Stellt man entsprechend die Unternehmen dieser Sektoren des MSCI Nordamerikas denen des MSCI Europas gegenüber wird der Ursprung der nachfolgenden Ergebnisse deutlich.

Auf Länderebene wird noch deutlicher sichtbar wo CO2-intensive Unternehmen und Branchen zu finden sind. In Europa sind das zum Beispiel Finnland und Norwegen. Österreich nimmt in Europa im Vergleich den fünften Platz ein.

Die EAM ermittelt den CO2-Fußabdruck ihrer Portfolios in einem mehrstufigen Prozess: Zu allen betreffenden Titeln im jeweiligen Fonds erfolgt die Ermittlung der Treibhausgas-Emissionen durch externe Research-Agenturen. Anschließend wird der gewichtete Mittelwert des Emissionsausstoßes der Bestände zu jedem Fondsportfolio berechnet. Den gesamten Fußabdruck der gemessenen Aktienbestände der Erste Asset Management ermitteln die Experten dann mit der Gewichtung über alle Fonds hinweg, wobei sich die Gewichte aus dem Anteil des Fonds am Gesamtvermögen der EAM ergeben. In die Ermittlung des CO2-Fußabdrucks fließt der Ausstoß aller sechs vom Kyoto-Protokoll definierten Treibhausgase ein. Dieser Ausstoß der unterschiedlichen Gase wird in einen Kohlendioxid-Äquivalenzwert (tCO2e Tonnen Kohlendioxid Äquivalent) umgerechnet, so dass die einzelnen Gase mit Blick auf ihre klimaschädliche Wirkung vergleichbar sind. Um eine Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen verschiedener Größe zu ermöglichen, wird der Ausstoß des Kohlendioxid-Äquivalenzwerts auf den Umsatz in Millionen US Dollar normalisiert. Diese Normalisierung ist als CO2-Intensität definiert.

Datenquellen: MSCI ESG und Bloomberg