Spezialthema: Private Equity


„Wir investieren in das Wachstum unserer Region“
Interview mit Thomas Bobek, Erste AM Head of Private Equity

Quelle: Preqin, Daten per 29.06.2019

Neben den seit über 12 Jahren prosperierenden Aktienmärkten, hat Private Equity in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Die sogenannten Private Markets (Private Equity Buy Out, Private Equity Growth, Venture Capital, Private Debt, Private Real Estate, Infrastructure und Natural Resources) haben sich als eigenständige Assetklassen institutionalisiert. Begonnen hat der Trend wie so oft in den USA. Dort ist die Anzahl der Private Equity finanzierten Unternehmen mittlerweile doppelt so groß wie die Anzahl der börsennotierten Unternehmen. In Westeuropa zeichnet sich bereits ein ähnlicher Trend ab. Die Erste Asset Management hat in den vergangenen Jahren ein Team, Track-Record und Expertise in dem Bereich aufgebaut. Aktuell läuft das Fundraising für den Private Equity Fonds mit Strategiefokus CEE bei institutionellen Anlegern. Thomas Bobek, Head of Private Equity der Erste Asset Management und Geschäftsführer von Tauros Capital, dem aktuellen KMU Beteiligungsvehikel, ist von den Wachstumschancen der Region und dem Potential der Unternehmen überzeugt, wie er im Interview mit OUR VIEW darlegt.

Die Anlage-Klasse Private Equity ist derzeit in aller Munde. Weshalb sind Sie davon überzeugt, dass ein Engagement für institutionelle Investoren Sinn macht?

Die Suche nach Rendite ist und bleibt das beherrschende Thema an den Märkten. Private Equity bietet im Durchschnitt wesentlich höhere Renditen als die liquiden Aktienmärkte und das Risiko lässt sich deutlich besser diversifizieren. Alles Eigenschaften, die ein Investor für seine strategische Asset Allokation sucht. Private Equity ist aber natürlich illiquide und Halteperioden einzelner Investments erstrecken sich typischerweise über mehrere Jahre. Langfristig orientierte Investoren, die zwischenzeitlich auf einen gewissen Teil der Liquidität verzichten können, haben sich diese Eigenschaften mit Erfolg zu Nutze gemacht. Begonnen haben damit die US-Universitätsfonds (Endowment Funds) und US-Pensionsfonds, die seit vielen Jahren hohe Allokationen zu Private Markets mit Erfolg investieren.

An der Attraktivität von Private Equity wird sich aus unserer Sicht weiterhin nicht viel ändern. Wir sehen, dass trotz der Pandemie viele Unternehmen ihre Wachstumsstory fortschreiben und zu großen Teilen auch eine Beschleunigung erfahren haben. Es werden vielfach Unternehmen, die unter der Krise gelitten haben, auch dank einer guten Eigenkapitalausstattung auf ihren Wachstumspfad zurückkehren. Da gibt es für Investoren in den nächsten Jahren ein attraktives Investmentuniversum.

Wo liegt der wesentliche Unterschied im Vergleich zu „herkömmlichen“ Investments und Fonds?

Da es sich um private Unternehmen oder Assets handelt erfordert der Zugang an sich Expertise und spezifische Skillsets. Es benötigt Jahre um eine belastbare Dealflow Pipeline aufzubauen. Die Investmentauswahl erfolgt entlang eines sehr selektiven Due Diligence Prozesses. Je nach Art der Beteiligung hat man einen sehr aktiven Part als Eigentümer, sodass man neben der Gestaltung des Investmentengagement und dem Exit, Einfluss auf Unternehmensstrategie, Management, Operation, Finanzierungsstruktur hat. Dadurch ergeben sich wesentlich mehr Möglichkeiten und Ebenen um Mehrwert aus dem Investment zu generieren. 

Thomas Bobek

“Innovation und Wachstum vor unserer Haustüre“

Thomas Bobek

Erste AM Head of Private Equity

Quelle: Erste Group Research - Forecasts as of July 2020, Eurostat ,* ohne Serbien; Hinweis: Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen

Was unterscheidet das Angebot der Erste Asset Management von den Mitbewerbern im europäischen und anglo-amerikanischen Raum?

Wer sich mit dem Private Equity Markt befasst, sieht natürlich, dass sich auf globaler Ebene eine Vielzahl von Anbietern etabliert hat. Viele machen ihre Sache ausgesprochen gut. Was es aber bislang noch nicht gab, ist ein spezialisiertes Angebot für die Region Zentral- und Osteuropa. Da kommen wir ins Spiel. Die Erste Group hat eine 200-jährige Geschichte in der Region und ist seit den 1990-er Jahren wieder in der Region aktiv. Wir haben in all den Jahren ein immenses Wissen und Erfahrung auf dem Gebiet der Unternehmensfinanzierung erworben. Wir finanzieren praktisch alles, vom kleinen Tischler bis zum großen Energiekonzern. Investieren in der Region liegt in unserer DNA, da kennen wir uns aus. Als Erste Asset Management schaffen wir nun einen Fonds, der ins Equity von Unternehmen investiert. Als Gruppe stärken wir das Wachstum und den Wohlstand in der Region. Für die Investoren im Fonds, zu denen wir auch selbst gehören, bedeutet es am überdurchschnittlichen Wachstum der Region zu partizipieren.

Zentral- und Osteuropa wurde von den Investoren in den letzten Jahren vernachlässigt bzw. stand eher wegen politischer Turbulenzen in den Schlagzeilen. Weshalb sollten Investoren nun ausgerechnet hier ihre Zelte aufschlagen?

Ich würde meinen, dass der nordwestliche Teil von Europa in den vergangenen Jahren die politischen Schlagzeilen deutlich stärker dominiert hat. Den dort prosperierenden Eco-Systemen rund um Private Equity hat das in keiner Weise geschadet. Die CEE Region verfügt über viele Vorteile, wird aber wegen der Unternehmensgrößen gerne übersehen. Gerade darin liegen der Charme und das Potential für gute Investments.

Die Wachstumsstory, von der wir sprechen, stützt sich auf 3 Schlüsselfaktoren: Wirtschaftliche Integration Richtung Europa, eine starke Exportwirtschaft und einen prosperierenden Technologie- und Dienstleistungssektor. Die Region wächst gesamthaft stärker als der europäische Wirtschaftsraum. Wir sprechen von einem Wirtschaftsraum mit 97 Millionen Konsumenten, was immerhin einem Fünftel der gesamten EU entspricht. Die Menschen haben zum Teil einen besonders starken Background auf dem Gebiet der Naturwissenschaften, Mathematik und IT. Dies führt zu einem Schwergewicht an IT-Entwicklern, Technikern etc. und damit zu einer Konzentration auf die Wachstumssektoren Information, Kommunikation und Technologie (ICT) sowie den dazugehörigen Servicesektoren.

Viele Erfolgsstories wie Skype, UiPath (Robotics), Avast (Security Software) kommen aus der Region.

In welcher Form können sich Investoren an dieser Story beteiligen?

Wir haben dafür unseren eigenen CEE Private Equity Fund of Funds aufgesetzt. Die Fund of Funds Struktur haben wir hier bewusst gewählt um die gesamte Breite der Spezialgebiete mit echter Diversifikation abbilden zu können. Die Strategie investiert in 12 bis 18 Zielfonds aus den Segmenten Venture Capital, Growth und Buyout und dies über mehrere Vintages. Es werden hauptsächlich Primaries gemacht werden, aber auch Secondaries und Co-Investments werden auf opportunistischer Basis evaluiert und in Betracht gezogen. Der Fonds gibt Investoren, die gerade dabei sind ein Private Markets Portfolio aufzubauen, die Möglichkeit hier einen diversifizierten ersten Schritt zu machen. Investoren, die bereits über ein globales Private Markets Portfolio verfügen, können hier ihr Portfolio sinnvoll um eine Spezialität erweitern ohne selbst die ressourcenintensive Investmentarbeit machen zu müssen um zu dem Zielinvestment zu kommen.

Quelle: Invest Europe Report

Fazit: Private Equity in Zentral- und Osteuropa ist eine Nische und aufgrund des Wachstumspotenzial der gesamten Region und der Innovationsstärke der Unternehmen ein attraktives Investment außerhalb des gelisteten Segments. Erste Asset Management verfügt über Know How und Erfahrung und hat mit dem CEE Private Equity Fund of Fund eine Struktur aufgesetzt, um die gesamte Breite der Spezialgebiete mit echter Diversifikation abbilden zu können.

Wichtige rechtliche Hinweise

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