Der Aktienfonds ERSTE GREEN INVEST veranlagt sein Kapital in nachhaltige Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energie oder Wasserwirtschaft. Außerdem werden Unternehmen unterstützt, die eine Vorreiterrolle in der Umstellung von umweltbelastenden Prozessen der „Old Economy“ einnehmen. 

Turbulentes erstes Halbjahr an den Märkten

Das erste Halbjahr 2022 brachte eine deutliche Eintrübung der Stimmung an den Aktien- und Anleihemärkten. Dabei beherrschen derzeit gleich mehrere Einflussfaktoren das Geschehen. So ist die Inflation seit dem Ende des Vorjahres deutlich angestiegen, was die Notenbanken wie etwa die Federal Reserve in den USA und die Europäische Zentralbank (EZB) zum Handeln aufrief. Als Reaktion auf die stark gestiegene Teuerung strafften die Notenbanken ihre Geldpolitik und läuteten das Ende des Niedrigzinsumfelds ein. Auch der Ukraine-Krieg und die zunehmenden geopolitischen Spannungen wirken belastend auf die Anleihe- und Aktienkurse.

Das Spannungsfeld aus diesen drei Faktoren schürt zunehmend Wachstumsängste, was sich auch in den Wirtschaftsdaten widerspiegelt. Wie sich das Marktumfeld im zweiten Halbjahr 2022 entwickelt, dürfte somit wesentlich von der Inflationsentwicklung abhängen. Aufgrund starker Basiseffekte könnte die Inflationsspitze laut Expert:innen im Herbst erreicht werden. Daneben bleibt aber auch das weitere Kriegsgeschehen in der Ukraine als Unsicherheitsfaktor im weiteren Jahresverlauf. Vor diesem Hintergrund ist vor allem in Europa das Risiko einer Rezession derzeit hoch.

Weiterführende Informationen erhalten sie regelmäßig auf dem Investment Blog der Erste Asset Management. Hier finden sie nicht nur Beiträge und Kommentare zur aktuellen Marktlage, sondern auch Interviews mit Expert:innen der Erste Asset Management sowie Wissenswertes rund um die Themen Fonds und Geldanlage.

In einem Exklusivkommentar zum ersten Halbjahr 2022 gibt Fondsmanager Clemens Klein seine Einschätzung der bisherigen Jahresperformance des Fonds und einen Ausblick auf die kommenden Monate.

Interview mit Fondsmanager Clemens Klein


Wie war die Entwicklung des ERSTE GREEN INVEST im 1. Halbjahr 2022?

In einem schwierigen Marktumfeld hat sich auch der Fonds im 1. Halbjahr negativ entwickelt. Dies ist vor allem auf die steigenden Zinsen zurückzuführen, die insbesondere dem Aktienstil „Growth“ (Wachstumswerte, Anm.) geschadet haben.  Viele Unternehmen des Fonds sind diesem Segment zuzurechnen. Growth-Aktien brillieren durch starkes Wachstum, sind aber teurer als andere Aktien-Segmente bewertet und erzielen Gewinne oft erst weit in der Zukunft. Dadurch wirken sich höhere Zinsen, also ein höherer Diskontierungsfaktor, entsprechend negativer aus, als bei günstiger bewerteten aber langsam wachsenden Unternehmen. Der Krieg in der Ukraine hat die Dringlichkeit auf alternative Energiequellen umzusteigen nochmals deutlich erhöht, was sich zuletzt auf die Entwicklung vieler Titel aus diesem Bereich im ERSTE GREEN INVEST  positiv ausgewirkt hat.

 

Wie ist der ERSTE GREEN INVEST derzeit positioniert? Welche Schwerpunkte werden gesetzt?

Wir haben die letzten Monate genützt, um den Kontakt zu vielen unserer Portfolio-Unternehmen zu suchen und mit dem Management über das aktuelle Umfeld sowie die Zukunftsaussichten zu sprechen. Dabei haben wir bei attraktiven Kursen selektiv Zukäufe getätigt. Wir haben die Gewichtung in Erneuerbaren Energien sowie Energieeffizienz weiter erhöht. Dabei haben wir den Schwerpunkt auf Europa sowie auf Unternehmen, die stark in Europa vertreten sind, gesetzt. Wir sehen hier die größte Dringlichkeit für Maßnahmen und somit das höchste Wachstumspotential. Im Fonds setzen wir momentan verstärkt auf das Thema Energie: knapp über 50% des Fonds sind in Firmen aus den Bereichen Wind, Solar aber auch Energieeffizienz investiert. Momentan sprechen vor allem der politische Rückenwind aber auch die attraktiven Bewertungen bei anhaltend starker Nachfrage für den Sektor. Einzig die Verwerfungen auf Seiten der Lieferketten stellen sich weiterhin als Problem dar. Wir sind außerdem zu 20,4% im Bereich Transformation investiert, gefolgt von 9,6% Adaption, 9,2% Wasser sowie 7,9% im Thema Recycling.

Clemens Klein

(c) Foto: Stephan Huger

„Die Bewertung von grünen Aktien ist auf dem niedrigsten Stand seit 5 Jahren.“

Clemens Klein, Fondsmanager ERSTE GREEN INVEST

Wie ist der Ausblick für den Fonds in den nächsten Monaten?

Das generelle Makro- und Marktumfeld macht Vorhersagen schwierig. Allerdings sehen wir das Thema der Erneuerbaren Energien weiterhin sehr positiv. Das Interesse an diesen Energieformen ist sowohl getrieben von der fundamentalen Stärke dieser Technologien (Wind und Solar sind weiterhin die billigsten Stromlieferanten, siehe Grafik) als auch vom politischen Willen, insbesondere in der EU. Im RePower EU Paket, welches unlängst vorgeschlagen wurde, ist beispielsweise ein Ziel von 45% Erneuerbare Energien im Energiemix bis 2030 (2018 war das Ziel noch bei 28%) ausgegeben worden. Bei der Zulassung und Genehmigung von Wind- und Solarprojekten soll es eine massive Beschleunigung geben. Sonnenkollektoren auf Dächern sollen noch stärker gefördert werden. Außerdem will man eine Lieferkette für grünen Wasserstoff aufbauen. Darüber hinaus wird der Ausbau von Wärmepumpen gefördert, um möglichst rasch vom russischen Gas unabhängig zu werden. Erneuerbare Energien wirken im aktuellen Umfeld disinflationär: Wer eine Solaranlage, eine Wärmepumpe, eine Batterie und vielleicht ein Elektroauto besitzt, ist autonom und unabhängig von hohen Strom-, Gas- und Dieselpreisen. Alles Gründe weiterhin positiv zu bleiben! Im schwierigen Umfeld sehen wir unser Segment und unseren Fonds als gut positioniert. Auch die Bewertungsniveaus sind auf dem niedrigsten Stand der letzten 5 Jahre, obwohl sich der politische Rückenwind (EU, USA und sogar China) in Richtung Nachhaltigkeit stark verbessert hat.

Hinweis: Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung des Fonds zu.

Performancedarstellung seit Fondsbeginn

Wichtige rechtliche Hinweise:

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung des Fonds zu.

Wichtige rechtliche Hinweise

Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung. Sofern nicht anders angegeben, Datenquelle Erste Asset Management GmbH. Unsere Kommunikationssprachen sind Deutsch und Englisch.

Der Prospekt für OGAW-Fonds (sowie dessen allfällige Änderungen) wird entsprechend den Bestimmungen des InvFG 2011 idgF erstellt und im „Amtsblatt zur Wiener Zeitung“ veröffentlicht. Für die von der Erste Asset Management GmbH verwalteten Alternative Investment Fonds (AIF) werden entsprechend den Bestimmungen des AIFMG iVm InvFG 2011 „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ erstellt.

Der Prospekt, die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ sowie die Wesentliche Anlegerinformation/KID sind in der jeweils aktuell gültigen Fassung auf der Homepage www.erste-am.com jeweils in der Rubrik Pflichtveröffentlichungen abrufbar und stehen dem/der interessierten AnlegerIn kostenlos am Sitz der jeweiligen Verwaltungsgesellschaft sowie am Sitz der jeweiligen Depotbank zur Verfügung. Das genaue Datum der jeweils letzten Veröffentlichung des Prospekts, die Sprachen, in denen die Wesentliche Anlegerinformation/KID erhältlich ist, sowie allfällige weitere Abholstellen der Dokumente, sind auf der Homepage www.erste-am.com ersichtlich. Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte ist in deutscher und englischer Sprache auf der Homepage www.erste-am.com/investor-rights abrufbar sowie bei der Verwaltungsgesellschaft erhältlich.

Die Verwaltungsgesellschaft kann beschließen, die Vorkehrungen, die sie für den Vertrieb von Anteilscheinen im Ausland getroffen hat, unter Berücksichtigung der regulatorischen Vorgaben wieder aufzuheben.

Diese Unterlage dient als zusätzliche Information für unsere AnlegerInnen und basiert auf dem Wissensstand der mit der Erstellung betrauten Personen zum Redaktionsschluss. Unsere Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse unserer AnlegerInnen hinsichtlich des Ertrags, steuerlicher Situation oder Risikobereitschaft. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu. Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapieren neben den geschilderten Chancen auch Risiken birgt. Der Wert von Anteilen und deren Ertrag können sowohl steigen als auch fallen. Auch Wechselkursänderungen können den Wert einer Anlage sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Es besteht daher die Möglichkeit, dass Sie bei der Rückgabe Ihrer Anteile weniger als den ursprünglich angelegten Betrag zurück erhalten. Personen, die am Erwerb von Investmentfondsanteilen interessiert sind, sollten vor einer etwaigen Investition den/die aktuelle(n) Prospekt(e) bzw. die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“, insbesondere die darin enthaltenen Risikohinweise, lesen. Ist die Fondswährung eine andere Währung als die Heimatwährung des Anlegers, so können Änderungen des entsprechenden Wechselkurses den Wert seiner Anlage sowie die Höhe der im Fonds anfallenden Kosten - umgerechnet in seine Heimatwährung - positiv oder negativ beeinflussen.

Zu den Beschränkungen des Vertriebs des Fonds an amerikanische Staatsbürger entnehmen Sie die entsprechenden Hinweise dem Prospekt bzw. den „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“. Druckfehler und Irrtümer vorbehalten.