Nach einem schwierigen Marktjahr 2022 performten viele Anlageklassen im Jahr 2023 weitaus besser. Während die Zinswende der Notenbanken für eine „Rückkehr zur Normalität“ am Anleihenmarkt sorgte, standen am Aktienmarkt vor allem Technologiewerte im Fokus. In der Reihe Fonds-exklusiv blicken die Fondsmanager ausgewählter Fonds auf die Entwicklung im Vorjahr zurück und geben ihre Einschätzung darauf, was die Märkte im Jahr 2024 erwarten könnte. (Hinweis: Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklungen.)

"Nachdem die Performance 2022 durch steigende Zinsen und steigende Kreditrisikoaufschläge negativ war, zeigte sich 2023 von einer besseren Seite." 

Hannes Kusstatscher, Fondsmanager ERSTE RESPONSIBLE BOND GLOBAL HIGH YIELD

Fonds & Wertentwicklung

Der ERSTE RESPONSIBLE BOND GLOBAL HIGH YIELD ist ein Anleihenfonds, dessen Anlageuniversum sich nach ethisch-nachhaltigen Kriterien zusammensetzt. Der Fonds investiert schwerpunktmäßig in hochverzinsliche Unternehmensanleihen, die in EUR, GBP oder USD denominiert sind. Das Rating liegt vorrangig im High-Yield-Bereich (BB und niedriger).

Hinweis: Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung des Fonds zu.

Performancedarstellung seit Fondsbeginn (11.5.2020). Die Berechnung der Wertentwicklung erfolgt lt. OeKB Methode. Die Wertentwicklung unterstellt eine vollständige Wiederveranlagung der Ausschüttung und berücksichtigt die Verwaltungsgebühr sowie eine allfällige erfolgsbezogene Vergütung. Der bei Kauf gegebenenfalls anfallende einmalige Ausgabeaufschlag und allenfalls individuelle transaktionsbezogene oder laufend ertragsmindernde Kosten (z.B. Konto- und Depotgebühren) sind in der Darstellung nicht berücksichtigt.

Kommentar von Fondsmanager Hannes Kusstatscher

Welches Fazit ziehen Sie für das Jahr 2023?

Die Performance des ERSTE RESPONSIBLE BOND GLOBAL HIGH YIELD betrug im Jahr 2023 rund 10%. Nachdem die Performance 2022 durch steigende Zinsen und steigende Kreditrisikoaufschläge negativ war, zeigte sich 2023 von einer besseren Seite. Zwar sind die Zinsen auch 2023 weiter angestiegen, allerdings wirkte die höhere Basis wie ein Puffer und gleichzeitig halfen fallende Risikoaufschläge die positive Performance zu generieren.

Das Jahr startete mit einer Risk-on-Rallye und deutlich engeren Risikoaufschlägen im Jänner und Februar. Im März gab es dann jedoch einen plötzlichen Dämpfer, als in den USA die Silicon Valley Bank und weitere Regionalbanken ins Wanken gerieten. In Europa wurde gleichzeitig die Credit Suisse durch eine Übernahme von der UBS gerettet. Kurzzeitig weiteten sich die Kreditrisikoprämien über das Niveau zu Jahresbeginn aus, aber bald schon war den Investoren klar, dass es sich bei den Problemen um kein systemisches Risiko handelte. Bis September kehrte somit wieder Ruhe ein und die Kreditrisikoaufschläge gingen kontinuierlich zurück. Als im September die US-Zinsen neue Höchststände erreichten, löste das nochmals eine Ausweitung der Risikoaufschläge aus, die sich allerdings schon Ende Oktober wieder normalisierte.

Hinweis: Die hier angeführten Unternehmen sind beispielhaft ausgewählt worden und stellen keine Anlageempfehlung dar.

Die größten Treiber für die Märkte waren weiterhin die noch überhöhten, aber zurückgehenden Inflationszahlen und das resiliente Wachstum, vor allem in den USA. Die Arbeitslosigkeit ist ebenfalls weiterhin sehr niedrig, auch wenn erste Zeichen für einen leichten Abschwung sichtbar sind. Die Reaktion der Zentralbanken auf dieses Zusammenspiel steht daher weiterhin im Fokus, auch wenn es mittlerweile danach aussieht, dass zumindest am kurzen Ende der Zinsgipfel erreicht ist. Für 2024 sind daher bereits ab Juni die ersten Zinssenkungen eingepreist.

 

Wie schlug sich das High-Yield-Segment in diesem Umfeld?

Die meisten Unternehmen im High Yield Segment stehen weiterhin solide da. Auch wenn die Umsätze teilweise leicht zurückgehen und die Gewinnmargen weiter unter Druck stehen, so können viele die Preiserhöhungen weitergeben. Die höheren Zinsen zwingen die Unternehmen dazu mehr auf ihre finanzielle Situation zu achten und die Verschuldung zu reduzieren, was an der weiterhin positiven Ratingtendenz ersichtlich ist.

Die Ausfallsrate auch heuer sehr gering und liegt aktuell nur etwas über 2% und damit unter dem langfristigen Schnitt. Auch für 2024 werden von einigen Researchhäusern kaum höhere Ausfallsraten erwartet. Für Neuemissionen ist der Markt weiterhin offen und viele Unternehmen nutzen diese Möglichkeit, um sich mit frischem Kapital zu versorgen.

 

Welche Schwerpunkte setzen Sie im Fonds?

Die Bankenkrise im März 2023 hat den Fonds durch das niedrige Exposure bei Banken kaum belastet. Unternehmensanleihen aus Europa wurden auch heuer weiterhin bevorzugt, da sie attraktive Renditen bei guten Fundamentaldaten bieten. Besonders Unternehmen aus der Unterhaltungs- und Reisebranche waren weiterhin favorisiert und haben positiv performt, doch auch Automobilwerte und der Konsumgütersektor haben zur Performance beigetragen.

Im CCC-Bereich war der Fonds sehr selektiv investiert. Während die Risikoaufschläge im BB- und B-Segment aktuell nahe bei den Jahrestiefs sind, sind Unternehmen aus dem schwächsten Ratingsegment weiterhin unter Druck. Ein interessanter Teilmarkt, der 2023 einiges zur Performance beitragen konnte, waren Hybridanleihen. Hier konnten wir einige attraktive Anleihen günstig erwerben, die teilweise von den Unternehmen bereits wieder getilgt wurden. In den Sektoren Gesundheitswesen, Medien und im Immobiliensektor sind wir weiterhin zurückhaltend, da es hier viele Unternehmen mit schwacher Kapitalausstattung und hoher Verschuldung gibt.

Mit einer Rendite von ungefähr 7,2% bleibt der Fonds weiterhin attraktiv (Hinweis: Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapiere neben Chancen auch Risiken beinhaltet). Selbst steigende Zinsen oder Kreditrisikoprämien werden durch die höhere Rendite abgefedert, während sich fallende Zinsen positiv auswirken könnten. Fundamental schaut es zumindest bei den besser gerateten Unternehmen weiterhin recht gut aus und auch wenn die Ausfallsraten 2024 leicht ansteigen sollten, so ist das vor allem im CCC-Bereich bereits überwiegend eingepreist.

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