Während die Aktienmärkte im ersten Halbjahr auf neue Rekordstände kletterten, leiteten auch die ersten Notenbanken mit Zinssenkungen die geldpolitische Wende ein. Bleibt das Umfeld auch weiterhin positiv?

In der Reihe Fonds-exklusiv blicken die Fondsmanager ausgewählter Fonds auf die Entwicklung im ersten Halbjahr 2024 zurück und geben ihre Einschätzung darauf, was die Märkte im Jahr 2024 erwarten könnte. (Hinweis: Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklungen.)

"Die Entwicklung des Biotechsektors im zweiten Halbjahr 2024 wird stark vom makroökonomischen Umfeld geprägt sein."

Harald Kober, Fondsmanager ERSTE STOCK BIOTEC

Fonds & Wertentwicklung

Der ERSTE STOCK BIOTEC investiert vor allem in Unternehmen der entwickelten Märkte aus dem Bereich Biotechnologie. Der Investmentprozess des Fonds basiert auf fundamentaler Unternehmensanalyse. Der Großteil der Unternehmen in diesem Bereich ist in den USA zu finden. Das führt dazu, dass Aktien aus dem pazifischen Raum und aus Europa im Fonds eher eine untergeordnete Rolle spielen.

Hinweis: Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung des Fonds zu.

Performancedarstellung seit Fondsbeginn. Die Berechnung der Wertentwicklung erfolgt lt. OeKB Methode. Die Wertentwicklung unterstellt eine vollständige Wiederveranlagung der Ausschüttung und berücksichtigt die Verwaltungsgebühr sowie eine allfällige erfolgsbezogene Vergütung. Der bei Kauf gegebenenfalls anfallende einmalige Ausgabeaufschlag und allenfalls individuelle transaktionsbezogene oder laufend ertragsmindernde Kosten (z.B. Konto- und Depotgebühren) sind in der Darstellung nicht berücksichtigt.

Kommentar von Fondsmanager Harald Kober

Wie entwickelte sich der Fonds im ersten Halbjahr?

Im ersten Halbjahr 2024 konnte der Sektor nicht von der starken Performance der Wachstumstitel profitieren und verzeichnete nur eine leicht positive Performance. Die zu Jahresbeginn erwarteten Zinssenkungen in den USA wurden bis dato von der FED nicht vollzogen, da sich die amerikanische Wirtschaft in einer stärkeren Verfassung als erwartet befindet.

Das Wirtschaftswachstum sowie die neu geschaffenen Jobs in den USA erweisen sich als sehr robust. Die FED möchte hier nicht zu früh senken und somit die Inflation wieder beschleunigen.  Sinkende Zinsen wären für den Sektor sehr unterstützend und würden nachhaltig für Zuflüsse sorgen.

Pfizer/BioNtech, Moderna und Novavax haben im Laufe des ersten Halbjahres vom Ausbruch der Vogelgrippe in den USA und den Befürchtungen, dass sich die Vogelgrippe nicht nur von Tier auf Mensch übertragen kann sondern auch von Mensch zu Mensch, kurzfristig profitiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Mensch-zu-Mensch Übertragung kommen kann, ist jedoch sehr gering.

Investoren haben sich im ersten Halbjahr 2024 verstärkt auf die größeren Unternehmen fokussiert, die bereits Medikamente/Therapien am Markt haben und damit Geld verdienen und keine Finanzierungssorgen haben. Kleine Unternehmen, die in den nächsten 12 bis 18 Monaten einen Finanzierungsbedarf haben, sind besonders unter die Räder gekommen. Mittlerweile notieren schon über 200 Biotechunternehmen unter ihrem Cash-Bestand, was ein neuer Rekord ist. Im ersten Halbjahr 2024 blieben aber die M&A Aktivitäten nicht aus. Hier gab es zwar keine Megadeals, doch aber eine Vielzahl an kleineren Transaktionen. Mit der Übernahme von Alpine Immune Sciences durch Vertex Pharmaceuticals im Wert von USD 4 Mrd. stärkt Vertex seine Expertise im Bereich Immunonkologie. Gilead Sciences übernahm im Februar 2024 Cymabay Therapeutics und sicherte sich somit ein vielversprechendes Präparat gegen seltene Lebererkrankungen.

Der ERSTE STOCK BIOTEC war im ersten Halbjahr 2024 verstärkt in groß und mittel kapitalisierte Unternehmen investiert und weniger in klein kapitalisierte.

Hinweis: Die hier angeführten Unternehmen sind beispielhaft ausgewählt worden und stellen keine Anlageempfehlung dar.  Im Rahmen des aktiven Managements können sich die genannten Portfoliopositionierungen jederzeit ändern. Es besteht kein Anspruch darauf, dass Titel dauerhaft im Portfolio enthalten sein werden.

 

Welche Erwartungen haben Sie für die weitere Entwicklung in der Branche?

Der Zinsanhebungszyklus dürfte aufgrund der rückläufigen Inflationsraten zum Stillstand gekommen sein und mit ersten US-Zinssenkungen wird am Markt im zweiten Halbjahr 2024 gerechnet. Dies wäre ein sehr gutes Umfeld für Wachstumsaktien und somit auch für den Biotechnologiesektor. Die großen Pharma- und Biotechnologiekonzerne haben prall gefüllte Kassen und notieren mit Ausnahme der „Fettleibigkeitsaktien“ Eli-Lilly und NovoNordisk, auf historisch niedrigen KGVs.

Die Bewertungen in der Biotechbranche sind insbesondere bei klein und mittel kapitalisierten Unternehmen weiterhin sehr attraktiv. Übernahmeziele dürften vermehrt Unternehmen sein, die schon ein zugelassenes Präparat haben oder kurz vor der Zulassung stehen.

Im zweiten Halbjahr 2024 sollte auch der Vertrieb des Alzheimermedikamentes LEQEMBI von Biogen/Eisai an Fahrt gewinnen und hier einen Markt mit dem ersten neuen Medikament seit 20 Jahren erschließen. Von Bedeutung ist auch der kommerzielle Erfolg von Syfore von Appelis Pharmaceuticals in trockener, altersbedingter Makuladegeneration.

 

Welche Schwerpunkte setzen Sie im Fonds?

Im ERSTE STOCK BIOTEC setzen wir, wie unter anderem obenstehend erwähnt, auf Unternehmen mit zukunftsträchtigen Geschäftsmodellen und chancenreichen Medikamenten-Entwicklungen. Weitere Beispiele sind die Aktien von AstraZeneca (Fokus auf Onkologie; starkes Umsatz- und Gewinnwachstum in den nächsten Jahren) oder Madrigal Therapeutics (erstes zugelassenes NASH-Medikament, das die Leberentzündung verringern kann und dadurch das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen soll).

Die Entwicklung des Biotechsektors im zweiten Halbjahr 2024 wird stark vom makroökonomischen Umfeld geprägt sein. Bei sinkenden Leitzinsen bzw. Anleiherenditen sollte der Sektor überdurchschnittlich profitieren.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapiere neben Chancen auch Risiken beinhaltet. Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklungen. Die hier angeführten Unternehmen sind beispielhaft ausgewählt worden und stellen keine Anlageempfehlung dar.  Im Rahmen des aktiven Managements können sich die genannten Portfoliopositionierungen jederzeit ändern. Es besteht kein Anspruch darauf, dass Titel dauerhaft im Portfolio enthalten sein werden.

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