Während die Aktienmärkte im ersten Halbjahr auf neue Rekordstände kletterten, leiteten auch die ersten Notenbanken mit Zinssenkungen die geldpolitische Wende ein. Bleibt das Umfeld auch weiterhin positiv?

In der Reihe Fonds-Exklusiv blicken die Fondsmanager ausgewählter Fonds auf die Entwicklung im ersten Halbjahr 2024 zurück und geben ihre Einschätzung darauf, was die Märkte im Jahr 2024 erwarten könnte. (Hinweis: Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklungen.)

"Wir setzen bei unserer Allokation unverändert stark auf den Energie-Bereich und legen hier den Fokus weiterhin auf Solar. " 

Clemens Klein, Fondsmanager ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT

"Wir sehen das aktuelle Umfeld entspannter als noch die letzten zwei Jahre – die Zinsen haben ein Top erreicht und werden von hier aus eher sinken als steigen."

Alexander Weiss, Fondsmanager ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT

Fonds & Wertentwicklung

Der ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT investiert weltweit vor allem in Unternehmen aus dem Bereich Umwelttechnologie. Die Titelauswahl erfolgt mit Fokus auf Unternehmen welche vor allem in den Bereichen Wasseraufbereitung und -versorgung, Recycling und Abfallwirtschaft, Erneuerbare Energie, Energie-Effizienz und Mobilität tätig sind (Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Investitionen in nachhaltige Investmentfonds neben Chancen auch Risiken beinhalten). Zwischen Erste Asset Management und WWF besteht seit Oktober 2006 eine Kooperation, in deren Rahmen das Fondsmanagement durch einen vom WWF initiierten Umweltbeirat unterstützt wird. Gleichzeitig spendet die Erste Asset Management einen Teil ihrer Verwaltungsgebühr des Fonds.

Hinweis: Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung des Fonds zu.

Performancedarstellung seit Fondsbeginn. Die Berechnung der Wertentwicklung erfolgt lt. OeKB Methode. Die Wertentwicklung unterstellt eine vollständige Wiederveranlagung der Ausschüttung und berücksichtigt die Verwaltungsgebühr sowie eine allfällige erfolgsbezogene Vergütung. Der bei Kauf gegebenenfalls anfallende einmalige Ausgabeaufschlag und allenfalls individuelle transaktionsbezogene oder laufend ertragsmindernde Kosten (z.B. Konto- und Depotgebühren) sind in der Darstellung nicht berücksichtigt.

Kommentar der Fondsmanager
Clemens Klein & Alexander Weiss

Wie entwickelte sich der Fonds im ersten Halbjahr?

Die Performance im ersten Halbjahr war negativ. Der Hauptgrund ist sicher das aktuelle Zinsumfeld. Im Clean-Tech-Bereich sprechen wir generell eher von jüngeren und kleineren Unternehmen, die sich vielfach variabel finanzieren und darüber hinaus häufig einen höheren Kapitalbedarf haben. Beides hat zuletzt auf diese Unternehmen und deren Marktbewertung gedrückt, da wir in den letzten zwei Jahren sehr stark und vor allem schnell steigende Zinsen gesehen haben. Hinzu kommt, dass für die Kosten von Erneuerbaren-Energie-Projekten der Zinssatz ein wichtiger Faktor ist. Bei einen Wind- oder einen Solarpark entstehen sehr wenige laufende Kosten, da der „Treibstoff“ ja gratis ist. Der Großteil der Kosten fällt allerdings zum Zeitpunkt der Errichtung an, womit der Einfluss von höheren Zinsen natürlich deutlich spürbar wird.

 

Wo lagen die Schwerpunkte im Fonds im ersten Halbjahr?

Der Fonds setzt weiterhin stark auf das Thema Energie, von Erneuerbaren Energie über Energie-Effizienz hin zu Energiespeicherung und Mobilität. Mit der Ukraine-Invasion 2022 und dem erhöhten Fokus auf Energie-Autonomie und das gestiegenen Strompreis-Umfeld haben wir dieses Segment bewusst erhöht. Wir behalten diesen Fokus bei, momentan macht der Bereich Energie über 70% des Fondsvolumens aus. An zweiter Stelle ist das Segment Abfall & Recycling, welches momentan mit rund 13% im Fonds investiert ist. Die dritte thematische Säule des Fonds, Wasser, ist momentan mit ca. 9% investiert. 

 

Welche Erwartungen hat das Fondsmanagement punkto globaler Konjunktur, Trends etc. im zweiten Halbjahr?

Wie bereits erwähnt sind sowohl Umwelt-Aktien als auch klein- und mittelkapitalisierte Unternehmen verstärkt von Zinsänderungen betroffen. Entsprechend wichtig ist hier auch der globale Ausblick auf die Leitzinsen. Wir sehen das aktuelle Umfeld entspannter als noch die letzten zwei Jahre – die Zinsen haben ein Top erreicht und werden von hier aus eher sinken als steigen.

Es waren vor allem die schnell und stark steigenden Zinsen, welche die Performance belastet haben, diese Phase sollten wir nun hinter uns haben. Auf Segment-Basis bleiben wir weiterhin positiv auf Energie – die gestiegenen Stromabnahmepreise für Solar- und Windparks haben die Rentabilität der Unternehmen deutlich verbessert. Die Bewertungen sind weit unter den langfristigen Niveaus, was auch in den vermehrten Übernahmen der letzten Zeit zum Ausdruck kommt.

Als Beispiel sei der deutsche Solar- und Windprojekt Entwickler Encavis genannt: dieser wurde von einen der größten globalen Private Equity Unternehmen vom Markt genommen, mit einer Prämie von 60% zum Börsenkurs. Dies stimmt uns positiv und zeigt den Wert der Firmen, welcher momentan von den Aktienmärkten nicht widergespiegelt wird.

Hinweis: Das hier angeführte Unternehmen ist beispielhaft ausgewählt worden und stellt keine Anlageempfehlung dar.

 

Welche Schwerpunkte werden aufbauend auf diesen Erwartungen im Fonds gesetzt?

Wir setzen bei unserer Allokation unverändert stark auf den Energie-Bereich und legen hier den Fokus weiterhin auf Solar. Mittlerweile ist Solar-Strom eine der billigsten Stromquellen weltweit und zusätzlich eine, welche man am schnellsten ans Strom-Netz anbinden kann. Zuletzt kam Auftrieb im Segment aus dem Bereich Künstliche Intelligenz – große Tech-Firmen bauen ihre Daten-Zentren-Kapazitäten massiv aus, was zu einer deutlich steigenden Stromnachfrage führt. Im Falle der großen Tech-Firmen sind hier zwei Punkte sehr wichtig: der Strom muss grün und möglichst schnell verfügbar sein. Solar-Energie eignet sich hierfür perfekt und wir haben zuletzt auch eine weitere Beschleunigung des Solar-Ausbaus auf globaler Ebene gesehen.

So hat beispielsweise Microsoft vor kurzem den größten Abnahmevertrag für erneuerbare Energie aller Zeiten bekannt gegeben, aber auch große Technologiekonzerne haben sich für die nächsten Jahre große Mengen an grünen Strom gesichert. Positiv stimmt uns, dass der Clean-Tech Bereich weiterhin unter den Bewertungen des Gesamtmarkts handelt, während die Gewinn-Erwartungen für die nächsten Jahre fast doppelt so hoch sind wie die des breiten Marktes. Bewertungen sind zwar als Timing-Tool nicht perfekt, aber bei einem langfristigen Anlagehorizont sehr relevant für die Performance.

Hinweis: Das hier angeführte Unternehmen ist beispielhaft ausgewählt worden und stellt keine Anlageempfehlung dar. Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapiere neben Chancen auch Risiken beinhaltet. Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklungen.

Disclaimer der Verwaltungsgesellschaft Erste Asset Management GmbH und deren Vertriebsstelle Erste Bank Gruppe

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Der Prospekt, die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ sowie das Basisinformationsblatt sind in der jeweils aktuell gültigen Fassung auf der Homepage www.erste-am.com jeweils in der Rubrik Pflichtveröffentlichungen abrufbar und stehen dem/der interessierten Anleger:in kostenlos am Sitz der jeweiligen Verwaltungsgesellschaft sowie am Sitz der jeweiligen Depotbank zur Verfügung. Das genaue Datum der jeweils letzten Veröffentlichung des Prospekts, die Sprachen, in denen das Basisinformationsblatt erhältlich ist, sowie allfällige weitere Abholstellen der Dokumente, sind auf der Homepage www.erste-am.com ersichtlich. Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte ist in deutscher und englischer Sprache auf der Homepage www.erste-am.com/investor-rights abrufbar sowie bei der Verwaltungsgesellschaft erhältlich.

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Unsere Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Merkmale unserer Anleger:innen hinsichtlich des Ertrags, steuerlicher Situation, Erfahrungen und Kenntnisse, des Anlageziels, der finanziellen Verhältnisse, der Verlustfähigkeit oder Risikotoleranz.

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