
Private Markets verstehen
Zugang zu einer wachsenden Anlageklasse
Was sind Private Markets?
Private Markets umfassen Investitionen in Unternehmen und Vermögenswerte, die nicht börsennotiert sind. Dazu gehören:
- privat geführte Unternehmen
- physische Infrastruktur (z. B. Energie, Verkehr, Kommunikation)
- Immobilien
- Lizenz- und Nutzungsrechte
- Kreditvergaben an Unternehmen
In der Europäischen Union gibt es über 75-mal mehr private als öffentliche Unternehmen (Quelle: Eurostat). Ein großer Teil der wirtschaftlichen Wertschöpfung findet somit außerhalb der Börsen statt. Viele Unternehmen bleiben heute bewusst länger privat. Das gibt ihnen die Möglichkeit, unabhängiger von kurzfristigen Marktstimmungen zu wachsen und langfristige Strategien umzusetzen.
Die wichtigsten Anlageklassen in Private Markets
Bitte beachten Sie die Chancen und Risiken beim Investieren in privaten Märkten.
Private Equity bedeutet, in nicht börsennotierte Unternehmen zu investieren und sie aktiv weiterzuentwickeln. Die Manager:innen unterstützen die Unternehmen dabei, zu wachsen, effizienter zu arbeiten oder neue Märkte zu erschließen. Verluste des eingesetzten Kapitals sind möglich, wenn sich Unternehmen oder Projekte nicht wie erwartet entwickeln.
Beispiele:
- Konsolidierungsplattformen im Veterinärbereich, in denen mehrere Kliniken zu einem größeren Anbieter zusammengeführt werden.
- Hersteller von Premium-Tierfutter, die am Trend zur „Humanisierung von Haustieren“ partizipieren.
Private Infrastructure umfasst Investitionen in grundlegende Anlagen wie Energie, Verkehr, Kommunikation oder digitale Infrastruktur. Diese Vermögenswerte sind oft wichtig für das tägliche Leben und können stabile, langfristige Erträge bieten. Es kann aber auch zu Kursverlusten kommen.
Beispiele:
- Data-Center in schnell wachsenden Regionen, die an Digitalisierung und künstlicher Intelligenz partizipieren.
- Infrastruktur zur Energieversorgung, zum Beispiel Anlagen mit gesichertem Zugang zu Strom und Wasser für Industrieanwendungen.
Private Credit bedeutet, dass Unternehmen Kredite außerhalb des klassischen Bankensystems erhalten. Diese Kredite haben oft variable Zinsen, die sich regelmäßig an den aktuellen Referenzzins anpassen. Anleger:innen können somit an steigenden Zinsen partizipieren. Solche Kredite reagieren weniger stark auf Zinsänderungen als festverzinsliche Wertpapiere. Das kann sie bei steigender Inflation stabiler machen. Die Kredite sind oft durch Einnahmen aus langfristigen Verträgen abgesichert. Verluste des eingesetzten Kapitals sind möglich, wenn sich Unternehmen oder Projekte nicht wie erwartet entwickeln.
Beispiele:
- Finanzierung eines Anbieters für Grundwasser-Management, der Dienstleistungen wie Wasserreinigung oder Pumpinstallationen anbietet.
- Kredite für Industrieunternehmen, die ihre Kapazitäten erweitern oder neue Dienstleistungen entwickeln möchten.
Royalties sind Beteiligungen an laufenden Umsätzen bestimmter Vermögenswerte. Dazu gehören zum Beispiel geistiges Eigentum oder Lizenz-Rechte. Investor:innen bekommen dafür einen Anteil an zukünftigen Einnahmen. Verluste des eingesetzten Kapitals sind möglich, wenn sich Unternehmen oder Projekte nicht wie erwartet entwickeln.
Beispiele:
- Beteiligungen an Lizenzgebühren aus geistigem Eigentum, wie etwa Musikrechten oder Technologiepatenten.
- Umsatzbeteiligungen an natürlichen Ressourcen oder anderen Assets mit regelmäßigen Einnahmen.
Private Real Estate bedeutet, in gewerbliche Immobilien zu investieren, die laufende Einnahmen generieren. Diese Immobilien können langfristig vermietet werden und sind weniger von kurzfristigen Marktbewegungen abhängig. Es kann aber auch zu Kursverlusten kommen.
Beispiele:
- Moderne Logistik- und Lagerhallen, die durch den wachsenden Online‑Handel stark nachgefragt werden.
- Büro- oder Hotelimmobilien, die über langfristige Mietverträge regelmäßige Erträge erzielen.
Wie funktionieren Private Markets?
Private Markets funktionieren anders als öffentliche Märkte. Die Investor:innen arbeiten direkt mit den Unternehmen zusammen und können aktiv Einfluss nehmen. Sie sind in der Regel Mehrheits-Eigentümer:innen. Sie haben vollen Zugang zu Unternehmensdaten. Dadurch können sie fundierte Entscheidungen treffen und Verbesserungen gezielt anstoßen. Sie begleiten nicht nur aus der Ferne, sondern gestalten Strategien und Abläufe gemeinsam mit der Unternehmensführung.
Mit diesem aktiven Ansatz können Unternehmen operativ weiterentwickelt werden – zum Beispiel durch:
- den Ausbau von Plattformen
- die Optimierung von Prozessen entlang der gesamten Wertschöpfungskette
- verschiedene Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit
Diese direkte Mitgestaltung ist eine der zentralen Besonderheiten von Private Markets und erklärt, warum viele Unternehmen langfristig besser wachsen können als an der Börse.
Chancen & Risiken – verständlich erklärt
Chance auf Wertsteigerung
Durch die aktive Weiterentwicklung von Unternehmen können über die Jahre zusätzliche Erträge entstehen.
Geringere Marktschwankungen
Private Markets erweitern das Anlageuniversum und können Portfolios stabiler machen, da sie weniger stark mit öffentlichen Märkten schwanken.
Breite Streuung
Verschiedene Anlageklassen wie Private Equity, Infrastruktur, Kredite oder Royalties bieten unterschiedliche Rendite- und Risikoprofile.
Langfristige Bindung
Private Markets sind langfristig ausgerichtet. Anteile können oft nicht jederzeit verkauft oder zurückgegeben werden.
Markt- & Konjunkturrisiken
Wirtschaftliche Schwankungen, Zinsen oder geopolitische Ereignisse können sich negativ auf Projekte und Unternehmen auswirken.
Kapitalverlust möglich
Bei Private-Markets-Investments besteht die Möglichkeit, das gesamte eingesetzte Kapital zu verlieren.
FAQs – Private Markets einfach erklärt
Public Markets sind börsennotiert und täglich handelbar. Private Markets bestehen aus Unternehmen und Vermögenswerten, die nicht an der Börse gehandelt werden. Dadurch sind sie für die breite Öffentlichkeit weniger sichtbar. Unternehmen in Private Markets müssen nicht täglich Kurse veröffentlichen und können langfristiger planen.
In Private Markets können Investor:innen zudem direkt Einfluss auf Unternehmen nehmen – etwa durch strategische Maßnahmen oder operative Verbesserungen. Das ist in Public Markets kaum möglich, weil Anleger:innen dort meist nur sehr kleine Minderheitsanteile halten.
Private Markets sind in erster Linie für Anleger:innen geeignet, die:
- langfristig investieren wollen
- ihr Portfolio um Private Markets ergänzen möchten
- ihr Kapital über mehrere Jahre investieren möchten und Wert auf eine global diversifizierte und professionell gemanagte Lösung legen
Private Markets ergänzen ein Portfolio, weil sie Zugang zu Unternehmen und Projekten bieten, die an der Börse gar nicht verfügbar sind. Das bedeutet: Anleger:innen erhalten zusätzliche Renditetreiber und Risikoquellen, die sich anders verhalten als Aktien oder Anleihen.
Das hängt von der Risikobereitschaft, dem Liquiditätsbedarf und dem Anlagehorizont ab. Private Markets eignen sich vor allem für langfristig orientierte Anleger:innen. Die Beimischung sollte nur ein Teil, nicht die gesamte Veranlagung ausmachen.
Private-Markets-Investitionen sind grundsätzlich langfristig angelegt. Anleger:innen sollten einen Anlagehorizont von mehreren Jahren mitbringen. Private‑Markets‑Investitionen benötigen Zeit, um ihr volles Potenzial zu entfalten, da Unternehmen und Projekte langfristig aufgebaut und weiterentwickelt werden.
Zu den Risiken zählen:
- Gesamtrisiko: Es besteht die Möglichkeit eines Totalverlusts des eingesetzten Kapitals, wenn sich Unternehmen oder Projekte nicht wie erwartet entwickeln.
- Eingeschränkte Verfügbarkeit (Illiquidität): Private Markets sind langfristige Anlagen, die man nicht jederzeit verkaufen kann. Rückgaben sind oft nur zu bestimmten Zeitpunkten oder gar nicht möglich.
- Unsichere Bewertungen: Unternehmen werden nicht täglich an der Börse gehandelt, daher beruhen Bewertungen oft auf Modellen und Annahmen – diese können von der tatsächlichen Entwicklung abweichen.
- Markt- und Konjunkturrisiken: Wirtschaftliche Veränderungen, Zinsbewegungen oder geopolitische Ereignisse können Projekte und Unternehmen belasten.
- Währungsrisiken: Wenn Projekte in Fremdwährungen laufen, können Wechselkursschwankungen das Ergebnis beeinflussen.
- Außergewöhnliche Ereignisse: Pandemien, Kriege oder Naturkatastrophen können große Auswirkungen auf private Unternehmen haben.
Grundsätzlich können Anleger:innen in Private Markets investieren, indem sie sich über spezialisierte Fonds, Vermögensverwaltungen oder professionelle Investmentlösungen beteiligen.
Das Erste Private Banking bietet einen direkten Zugang zu Private Markets ab 20.000 Euro Mindestinvestment. Im Private Banking erhalten Anleger:innen eine maßgeschneiderte Beratung, in der Private Markets als Baustein der Gesamtstrategie berücksichtigt werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Website.
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