18.01.2017

Erste Asset Management rechnet mit Schub für globale Konjunktur

  • Leichtes Plus bei Erste Asset Management (Erste AM): verwaltetes Gesamtvermögen im Vorjahr um 2,2% auf 57,2 Milliarden Euro angestiegen
  • Zuwächse bei Mischfonds, Aktien- und Immobilienfonds
  • Stärkeres Wachstum vor allem in den Schwellenländern erwartet
  • Positiver Ausblick für europäische Aktien und globale High-Yield-Anleihen
  • Erhöhte Eventrisiken durch Wahlen in großen Euro-Volkswirtschaften

Die österreichische Fondswirtschaft blickt auf ein an den Finanzmärkten bewegtes, im Geschäftsverlauf aber wenig spektakuläres Jahr 2016 zurück. Die von den österreichischen Investmentfondsgesellschaften verwalteten Anlagevolumina stiegen um 2,7% auf 167,1 Milliarden Euro. Auffallend war, dass sich der Anteil der Mischfonds und der Aktienfonds am Gesamtvolumen erhöhte, während Rentenfonds etwas an Bedeutung verloren. Ungebrochen stark war der Absatz bei den offenen Immobilienfonds. „Die Investoren haben trotz der temporär aufgetretenen internationalen politischen Turbulenzen Mut gefasst und die Risikokomponente in ihren Veranlagungen in die Höhe geschraubt. Dafür wurden sie mit Erträgen belohnt, die sich im unverändert gebliebenen Niedrigzinsumfeld sehen lassen können“, betont Heinz Bednar, Vorsitzender der Geschäftsführung der Erste Asset Management/ERSTE-SPARINVEST.
 

Ca. 80% der in Österreich erhältlichen Fonds erzielten eine positive Performance. Im arithmetischen Mittel betrug der Wertzuwachs +5,5% (Quelle: e-fundresearch.com). „Sparbuch-Sparer werden diesen Ertrag beneidenswert finden“, so Bednar. Damit lagen die Fondserträge noch höher als 2015 (ca. 4,6%). An der Spitze der Gewinnerliste der Erste Asset Management standen Aktienfonds mit Bezug zu Rohstoffen und Schwellenländern wie z. B. Russland (ESPA STOCK RUSSIA +53,8%). Bei den Anleihenfonds lieferten Unternehmensanleihen-fonds im Hochzinssegment die besten Erträge (ESPA BOND USA HIGH YIELD +13,6%). Bei den Mischfonds betrug die Wertsteigerung bis zu 5,5% (ESPA GLOBAL INCOME). Die Chancen im Blickfeld zu behalten, aber nicht jedem Trend „blind“ hinterher laufen, das könnte sich auch 2017 bezahlt machen. Die Devise laute „Mut  zur Veranlagung mit Fonds“, ergänzt Bednar.


Erste Asset Management mit leichtem Plus

Erste AM blickt auf ein Jahr mit weiteren Volumina-Steigerungen zurück: Der Vermögensbestand (Assets under Management) erhöhte sich im Vorjahr um 2,2% auf 57,2 Milliarden Euro. Den Großteil machen Investmentfonds mit einem Volumen von 47,5 Milliarden EUR (2016: 46,3 Milliarden Euro) aus. Im Vermögensbestand werden auch die Vermögensverwaltung (Portfoliomanagement) und die Beratungsportfolios berücksichtigt.

Der österreichische Fondsmarkt ist im Jahr 2016 abermals gewachsen. Die ERSTE-SPARINVEST legte um 471 Millionen Euro auf 31,5 Milliarden Euro zu. Mit einem Marktanteil von 18,9% blieb die größte Tochter der Erste AM in Österreich deutliche Marktführerin. Einen starken Zuwachs gab es abermals bei der ERSTE Immobilien KAG, die ihr Anlagevolumen um 31% auf 1,7 Milliarden Euro steigern konnte. Die Ringturm KAG war rückwirkend mit 31.12.2015 mit der Erste AM verschmolzen worden.
Erfreuliche Volumensgewinne gab es für die Erste AM auch in Tschechien, Ungarn und Kroatien.


Schwellenländer als Konjunkturstütze für 2017

Erste AM rechnet für 2017 mit einem Anstieg des globalen Wirtschaftswachstums. Erstmals seit Jahren werden die Schwellenländer wieder die Rolle als Wachstumslokomotive übernehmen. Gestützt wird diese Prognose durch den Ausblick auf weitere Zinssenkungen, die Erholung an den Rohstoffmärkten sowie günstigeren Währungen vieler Schwellenländer. Stärkere Kursschwankungen an den Märkten könnten durch die schwierige politische Lage in Europa ausgelöst werden. „Neben den diesjährigen Wahlen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sind auch Neuwahlen in Spanien und Italien nicht auszuschließen“, sagt Gerold Permoser, Chief Investment Officer der Erste AM.

Anleihenmärkte: Positiver Ausblick für High-Yield-Anleihen

Positive Impulse an den Bondmärkten dürften aufgrund des prognostizierten Wachstums vor allem von Unternehmensanleihen mit spekulativem Rating aus dem Euro-Raum oder den Vereinigten Staaten (USA) ausgehen. „Die Renditeaufschläge dürften das Zinsrisiko kompensieren. US-Unternehmen weisen zudem verbesserte Fundamentaldaten auf“, so Permoser. Innerhalb der Anleihen bleibt die Einschätzung für Euro-Staatsanleihen weiterhin negativ, da das Risiko von Zinsanstiegen das Potenzial für Renditerückgänge überwiege.

Aktienmärkte: Trumponomics belasten Lateinamerika

Trotz der politischen Risiken im Euro-Raum ist mit einer positiven Entwicklung an den europäischen Aktienmärkten zu rechnen. „Das Wirtschaftswachstum dürfte wieder Fahrt aufnehmen. Insbesondere die Exportunternehmen sollten vom schwächeren Euro profitieren“, so der Experte. Eine Ausnahme bildet der britische Aktienmarkt, der unter den Folgen des Brexit leiden könnte. Auch für die lateinamerikanischen Aktienmärkte ist der Ausblick eher negativ: „Nach einem starken Rebound in 2016 weisen sie nur noch wenig Potenzial für Kursteigerungen auf. Zudem erwarten wir negative Effekte durch den Kurs der neuen US-Regierung“, erklärt Permoser.

IT-Unternehmen profitieren vom starken Dollar

Auf Sektorenebene rechnet der Experte insbesondere mit einer positiven Entwicklung von IT-Unternehmen. „IT-Unternehmen sind die Gewinner der Reflation: Sie sind günstig bewertet, weisen starkes Gewinnwachstum auf und profitieren vom starkem US-Dollar“, so der Experte. Auch für Nicht-Basiskonsumgüter ist die Einschätzung positiv. Die Erste AM rechnet mit einer günstigen Konsumentenstimmung. Darüber hinaus besticht der Sektor durch hohe Profitabilität und robustes Wachstum. Für Basiskonsumgüter ist die Einschätzung hingegen negativ. Der Sektor ist hoch bewertet und weist zudem eine stark negative Korrelation zu den Zinssätzen auf, die im Laufe des Jahres steigen könnten. Angesichts der aktuell niedrigen Zinsen blieben Dividenden im Blickfeld vieler Investoren.

ERSTE RESPONSIBLE STOCK DIVIDEND zur Zeichnung aufgelegt

Die ERSTE-SPARINVEST legt mit dem ERSTE RESPONSIBLE STOCK DIVIDEND einen neuen, auf Basis von nachhaltigen Kriterien ausgewählten globalen Aktienfonds auf. Die Zeichnungsfrist läuft noch bis zum 28.2.2017, Fondsstart ist der 1.3.2017. Der ERSTE RESPONSIBLE STOCK DIVIDEND ist ein weltweit veranlagender Nachhaltigkeits-Aktienfonds mit dem Ziel, den AnlegerInnen jährlich attraktive Dividendenerträge auszuschütten. Die Auswahl der Titel erfolgt auf Basis der nachhaltigen Kriterien von Erste AM. Der Fonds wird seinen Schwerpunkt auf Aktien von Unternehmen mit hoher bis mittlerer Marktkapitalisierung legen. Geachtet wird dabei auf vergleichsweise geringe Kursschwankungen in der Vergangenheit und auf Unternehmen mit stabilen Gewinnen.

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